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„Reha nach der Psychiatrie“ – sinnvoll, aber nicht selbstverständlich

bagrpk-casestudieWer einen komplizierten Beinbruch hatte und lange nicht laufen konnte, für den ist klar: Nach der Klinik kommt die Reha. Wer nach einer psychischen Krankheit lange in der Psychiatrie war, geht dagegen nicht selbstverständlich auf Reha. Hier ist der „Reha-Ansatz“ bei weitem nicht so bekannt. „Dabei kommt er für zwei Drittel aller entlassenen PatientInnen in Frage“, so Michael Bräuning-Edelmann, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft zur Rehabilitation psychisch kranker Menschen (RPK).

Die Reha nach der Akut-Klinik sorgt für Wiedereinstieg in Beruf und Gesellschaft. Für unser Gesundheits- und Sozialwesen ist sie ebenso ein Gewinn. Die hohen Kosten für Frühberentung und oft wiederkehrende Akut-Klinik-Aufenthalte (Kosten pro Tag ca. 400 €!), die sogenannte „Drehtür-Psychiatrie“, werden vermieden.

intervox veranstaltete für die Bundesarbeitsgemeinschaft die Pressekonferenzen ihrer jährlichen Tagung, zuletzt 2011 in Hamburg. Der Effekt: Zahlreiche Medien berichteten. Am beeindruckendsten war der Artikel der größten deutschen Nachrichtenagentur DPA. Er wurde in hunderten deutschen Tageszeitungen weiterverwendet.
intervox ist überzeugt, dass hier einer der Dreh- und Angelpunkte für die Reform unseres Sozialwesens liegt. 30 % aller Deutschen sind mindestens einmal im Leben von einer psychischen Erkrankung betroffen, so die Weltgesundheitsorganisation WHO.

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